Über faktische Finessen

Thema Bauphysik

Die gute Durchlüftung ergibt sich bei den Pergolen aus ihrer Bestimmung und ist bei den Wintergärten und Sitzplätzen mittels seitlichen Windschutz-Einrichtungen sozusagen individuell einstellbar. Vergleichbares gilt für die Einsehbarkeit, natürlich (mit Ranken) oder „künstlich“ (mit undurchsichtigem Glas oder Platten) zu verringern.
Anders die Sachlage in geschlossenen Dachanlagen. Besteht kein eigentlicher Abstand zur unteren Konstruktion, sorgt bei der gläsernen „Haube“ ein umlaufender Luftschlitz (im Pavillon-Modul am unteren Dachrahmen) für gute Luftzirkulation und angenehme Temperaturen.

Zur Verglasung erinnern wir an die grundlegenden Überlegungen allgemeiner Natur, wie etwa an Strahlungsasymmetrie oder Luftwalze (>). Speziell die mit dem Gebäude eng verbundenen Wintergärten wirken auf moderne Weise und in „grossem Stil“ ähnlich wie die früher üblichen Vorfenster, indem die Glaswand ein geschütztes Zwischenklima aufbaut und die solare Wärme nutzt. Bei Sitzplätzen und Pavillon kann die Verglasung nach Bedarf und individueller Vorstellung variabel eingerichtet werden (als feste Flügel, als Schiebe- oder Faltwand).

Thema Konstruktion

→ Eine besondere, zentrale Bedeutung erhalten die Boden-Anschlüsse, von uns gemäss den Regeln der Baukunst erstellt.
→ Überdachungen von Sitzplätzen und Veranden bedürfen des korrekten Anschlusses an die Aussenwand, ansonsten lehnen sie sich eher an oder stehen frei tragend für sich. (Die Voraussetzungen erörterten wir unter „Dächer“ >).
→ Formal steht entweder das geschlossene Gerüst im Vordergrund, oder es wird durch Zurücknahme der Frontstützen der Eindruck einer gewissen Filigranität ermöglicht. (Siehe ebenfalls unter „Dächer“ [>].)
→ Die Dachflächen in geschlossenem Rahmen sitzen bündig auf oder stehen leicht vor und wirken (bei nur dreifach eingelagertem Glas) als gleichsam natürliche Tropfkante. Ansonsten bestehen verschiedene Ableitungsvarianten einer sichtbaren oder verborgenen Rinne. (Siehe dazu im nebenstehenden Button „Angebot“ [>].)
→ In der Sonderform des Pavillons baut sich das buchstäblich ausgewogene Grundflächenmass auf dem Verhältnis von 1,5 x 3 m auf, als rechteckiger Würfel, als „verdoppelter“ Kubus, als "vervierfachter“ Quader oder - auf Basis derselben Skalierung! - mannigfach vervielfältigt und vielleicht sogar über Eck gestellt.